Archiv der Kategorie 'General'

Wedding – Heute live!

Bürgerämter sind des Deutschen liebste Zufluchtsorte, wenn es mal wieder am Schein, am Lappen oder am Ausweis mangelt. Ja, so sind´se, die Eingebohr … wohner zwischen Oder und Rhein. Und bevor man in so ein Bürgeramt rein geht, schaut man vielleicht kurz auf die Webseite, um Telefonnummern oder Öffnungszeiten zu erhalten. Man wird meist freundlich begrüßt und in fast jeder Hinsicht (Erreichbarkeit, Kommunikationswege) wird man da geholfen. Im Bürgeramt im Wedding zwar auch, allerdings findet sich da ein interessanter Hinweis, den es so auf den Webseiten aller anderen Bürgerämter nicht gibt – und das ist dieser:

Die Zahl der falschen Anmeldungen im Bezirk ist in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. Das Bezirksamt Mitte will Sie vor Personen schützen, die sich ohne Ihr Wissen in Ihrer Wohnung anmelden. Bitte legen Sie daher ab dem 01.11.2009 bei Anträgen auf An- oder Ummeldung einen schriftlichen Nachweis des Wohnungsgebers über den Bezug der neuen Wohnung (z.B. Mietvertrag, Kaufvertrag, Untermietvertrag, schriftliche Bestätigung des Wohnungsgebers auf dem Anmeldeformular) vor. Sie helfen uns so, Verstöße gegen die Meldepflicht zu unterbinden.

Okay, danke für die Info. Dann schauen wir doch einfach mal vorbei in diesem öffentlichen Kieztreff. Da findet man dann praktischer Weise gleich am Eingang den Hinweis:

Der Alkoholkonsum ist im Aufenthaltsbereich verboten.

Haben wir wieder etwas (über Wedding) gelernt. Recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.

Google 2084

The Social Media Web Counter

Captcha me if you can!

Unter einem Captcha versteht man einen voll automatisierten Test, der dazu dient, einen menschlichen Nutzer zu identifizieren und von einem Spam-Bot zu unterscheiden. Wörtlich übersetzt bedeutet es „Vollautomatischer öffentlicher Turing-Test, um Computer und Menschen zu unterscheiden“. Captchas werden verwendet, um zu entscheiden, ob das Gegenüber ein Mensch oder eine Maschine ist. Sprich eine wilde Zahlen- und Buchstabenkombinationsreihenfolge ohne Sinn, Grammatik, Logik, Grenzen und meist nicht lesbar. Wenn man sich z.B. auf www.mail.com einen Free-Mail Account zulegt, erhält man Captchas die wie folgt aussehen:

Noch ist nicht geklärt, wer die terrains variuos erobert hat oder wo die überhaupt sind. Nun stell man sich die berechtigte Frage, wenn so bedeutungslos, warum dann darüber bloggen? Es liegt wie so oft im Leben an Google, den die haben einen der größten Anbieter für Software, die Spam-Schutz und Texterkennung durch „crowdsourcing“ vereinigt, reCaptcha, vor kurzem gekauft. Auf der Seite von reCaptcha heißt es:

Over 200 million CAPTCHAs are solved every day by people around the world. reCAPTCHA channels this human effort into helping to digitize books and newspapers. When you solve a reCAPTCHA, you help preserve literature by deciphering a word that was not readable by computers.

Warum kauft nun das Internet .. ähm sorry … kauft nun Google so ein Nischenprodukt? Wer in Internetforen kommentieren will, muss oft obskure Zeichen-Folgen in Grafiken erkennen und korrekt eintippen. Das hält Spam-Roboter fern, ist aber eine gigantische Zeitverschwendung. Mit reCaptchas Software will Google sein Bücherscan-Projekt Google Books aufmöbeln. Denn Google scannt ungeheure Mengen von Büchern ein und verwandelt sie per Zeichenerkennung (OCR) in durchsuchbaren Text. Das aber klappt nicht immer, manchmal sind die Vorlagen nicht mehr im besten Zustand. In diesem Fall speichert die Erkennungssoftware das nicht identifizierte Wort als Grafik – für weitere Erkennungsversuche. Jetzt wird´s interessant.

Das können Menschen bekanntlich noch immer besser als Software – und die sollen nun unbemerkt für die Google-Texterkennung eingesetzt werden. Die Wort-Bilder werden in Form von Captchas, also Spam-Roboter-Sperren, einfachen Surfern vorgesetzt – reCaptcha bedient angeblich 100.000 Web-Seiten mit dem Spam-Schutz. Entziffern mehrere Menschen den fast unleserlichen Text einheitlich, geht die reCaptcha-Software davon aus, dass der Text nun stimmen muss – und gibt die richtigen Textfetzen zurück an Google, wo die Ergebnisse in die beanstandeten Texte eingefügt werden. Die größte Zielgruppe für so einen IT-Spaß hat man derzeit zweifelsohne auf Facebook, dem derzeit weltweit größten Sozialen Netzwerk (+300 Millionen Nutzer). Auch dort gibt es Captchas:

Anhand des bereits bekannten Worts klärt die Software, dass hier wirklich ein Mensch an der Arbeit ist. Gibt er die korrekte Bedeutung an, bekommt er Zugang zu dem von reCAPTCHA geschützten Forum, der verborgenen E-Mail-Adresse oder dem betreffenden Blog-Kommentar. Außerdem wird seine Übersetzung des unbekannten Worts in der reCAPTCHA-Datenbank gespeichert. Wenn eine bestimmte Menge Nutzer dieselbe Bedeutung vorgeschlagen hat, stuft die reCAPTCHA-Software sie als glaubwürdig ein. Die digitalisierte Version des Texts wird an die Buch-Datenbank des Internet-Archivs übermitteln und geht zugleich in de reCAPTCHA-Bestand an erkannten Wörtern ein, anhand derer Anfragende als Menschen identifiziert werden.

Wenn man z.B. in asiatischen Nischen-Foren unterwegs ist, dann muss man oft chinsesische bzw. japanische Zeichen eingeben, na dann wird´s erst lustig. Die Site www.nciku.com bietet dafür eine Lösung, einfach das Bild selbst nachzeichnen und sich die Lösung quasi ansagen lassen. Schaust Du kurzen Film (machst Du Ton bitte aus):

Aber warum sollte man Captchas nur dechiffrieren um asiatischen Foren beizutreten oder Buch-Digitalisierung zu perfektionieren, wenn man auch damit noch Geld verdienen kann? So macht es z.B. das deutsche Unternehmen Captcha Ads, die Jungs aus Bonn haben erkannt, dass ein großes Dilemma bei herkömmlichen CAPTCHAs darin besteht, dass sie, um nicht von Spam-Bots ausgelesen werden zu können, immer komplizierter werden und damit auch für Menschen zunehmend schwieriger zu entschlüsseln sind.

Die meisten Web2.0-basierten Internetseiten bieten dem User unterschiedliche Möglichkeiten, interaktiv tätig zu werden. Ob beispielsweise bei Kommentaren in Blogs und Foren oder beim Vernetzen in großen und kleinen Social Networks; Menschen sind ein elementarer Bestandteil bei der Erstellung und Gestaltung der Inhalte. Der Fachbegriff dazu ist nicht neu!

Am Anfang schrieb ich über reCaptcha, das Unternehmen welches von der größten Betrugs … ähm sorry … größten Suchmaschine aufgekauft wurde, um deren Buch-Digitalisierung zu perfektionieren. Der Claim dieses Unternhemen lautet übrigens „Stop Spam. Read Books.“ Zufall? Wenn ja, hilft meist nur noch die Flucht in die Anonymität Sozialer Netzwerke …

Mein (entspanntes) Wochenende

1.000 Dank

Social Media Revolution

Blue Man Group

Die BLUE MAN GROUP ist bekannt als kreatives Team von Künstlern, deren viel gelobte Theater-Produktionen und Multi-Media-Performances Kritiker als „witzig“, „optisch überwältigend“ und „musikalisch stark“ beschreiben. In der Show spielen die drei kahlköpfigen „Blue Men“ die Hauptrollen, die das Publikum auf eine unterhaltsame, komische, spannende und musikalisch einmalige Reise mitnehmen. Diese Reise habe ich letztes Wochenende bei einer Show begleitet.

Diese ungewöhnliche Show hat die Herzen und Phantasien von Millionen von Menschen erobert. Zuschauer aus aller Welt sind zu Fans der BLUE MAN GROUP Shows in New York, Boston, Chicago und Las Vegas geworden. Die BLUE MAN GROUP hat mit ihrer fünften Produktion im Berliner Theater am Potsdamer Platz vor bereits nunmehr 5 Jahren im Mai 2004 Premiere gefeiert.

Seit der Premiere hat die Show bereits 1,6 Millionen Besucher begeistert und zählt damit zur erfolgreichsten En-Suite-Shows in der Hauptstadt. Keine andere Show hatte in gleicher Spielzeit ebenso viele Zuschauer. Ein absolutes Muss in Berlin! Die BLUE MAN GROUP ist auch für ihren ungewöhnlichen Musikstil und ihre selbst-kreierten Instrumente bekannt. Das erste Album AUDIO wurde 1999 für den Grammy nominiert, das zweite Album, THE COMPLEX, wurde von bekannten amerikanischen Künstlern unterstützt.

Während die BLUE MAN GROUP das Album THE COMPLEX schrieb, entwickelte sie eine moderne Rock-Show zum Album: Die „COMPLEX ROCK TOUR“ spielte in den USA und Kanada im Sommer und Herbst 2003 und wurde als „eindrucksvolles Musikerlebnis mit außergewöhnlichem Humor“ beschrieben (Chicago Sun-Times). Im November 2003 veröffentlichte die BLUE MAN GROUP ihre erste Konzert-DVD „The Complex Rock Tour Live“, die vorerst nur in den USA erhältlich ist.

Zusätzlich zu ihren Shows und ihrer Musik entwickelt die BLUE MAN GROUP Kunstwerke, „happenings“ und eine Vielzahl von Auftritten für Fernsehshows in den USA wie „The Tonight Show with Jay Leno“ oder bei Wetten dass …? im ZDF. Diese Auftritte wurde mehrfach für die Emmy-Awards nominiert. Fazit: Besser als (fast) jedes Musical!

unsicht-Bar

Ich war vor kurzem im Dunkelrestaurant unsicht-Bar Berlin und muss sagen, dass es ein echtes Gourmet-Happening war. Man bestellt im Hellen aus einer Karte die nur die Umschreibungen Geflügel, Vegetarisch, Rind und Meerestiere kennt. Somit weiß man also nicht wirklich, was einen erwartet.

Dann wird man von einem blinden oder halbblinden Kellner (bei mir eine Kellnerin) im Gänsemarsch in einen dunklen Raum geführt. Wie dunkel? „100 Prozent rabenschwarz.“ Man sieht die Hand nicht vor den Augen. Echt nicht. Somit kann man sich vollkommen auf das Hören, Riechen, Tasten und Schmecken konzentrieren. Für das 4-Gänge-Menü hab ich knapp 4 Stunden gebraucht.

Hier nun mein Erlebnisbericht:

Wie Ihr seht / lest muss man das einfach mal selbst erleben! ;)

Berlin ist überall!