Archiv für Mai 2009

Congratulation!

Fotoart: The Sky today

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german subtitles are available

Reklame: unknown

Das folgende Plakat für einen Pay TV Sender zeigt Uma Thurman in Quentin Tarantino´s „Kill Bill“ in einer spritzigen Szene. Dabei verteilt sie das Blut mit ihrem Schwert nicht nur über das halbe Plakat, sondern auch noch darüber hinaus auf das weiße davor parkende Auto und einen Teil der Straße. Eine klasse Aktion, irgendwo zwischen Ambient und Guerilla Marketing bzw. kreativer Out of Home Media.

Ein weitere Beispiel ist die Aktion eines Rasierklingen bzw. Pflegeprodukteherstellers, der einen Rasierer lässig gegen eine Anzeigenwand lehnt, sichtlich erfolgreich beim mähen der Wiese.

Wave Box Bing

„Eine neue Art der Kommunikation und Online-Zusammenarbeit“. Das soll nun also Google Wave sein, ein neuer Web-Dienst, den Google jetzt Entwicklern vorgestellt hat – und noch im Lauf des Jahres für die Öffentlichkeit freigeben will.

Man kann jederzeit einen neuen Gesprächspartner (aus dem Adressbuch in die Konversationsleiste ziehen) zu einem Dialog einladen. In Google Wave kann man Texte mit allen aus Googles Online-Office bekannten Werkzeugen korrigieren und gestalten und es lassen sich Videos, Fotos und Karten (aus Google Maps) einbinden. Über das Wave-Protokoll können Nutzer ein Online-Schachspiel in einer Wave einbinden – die Züge der Spieler sind in Echtzeit zu sehen, die Züge werden kontinuierlich protokolliert.

Kontakte: Wer das Fotoalbum sehen darf, entscheidet man, indem man eine Benutzergruppe anlegt. So ähnlich funktioniert auch die Bild-Software Picasa, bei der man sein Fotos organisieren, bearbeiten, erstellen und freigeben kann. Wobei Flickr natürlich etwas smarter ist – ist ja auch von Yahoo! ;)

Wiki-Prinzip: Alle Leser können das Dokument bei Wave auch bearbeiten – gleichzeitig.

Und wer Zeit und Lust hat, also eher gesagt etwa 80 Minuten und ein Hauch Technik-Muse, der kann sich die Präsentation auf der I/O 2009 ansehen. Da habt ihr es:

Wer auf Google Docs verzichten kann oder muss, der ist bei Box.net gut aufgehoben. Ein einfaches Tool zu teilen bzw. verbreiten von Dokumenten unterschiedlicher Dateiformatierung. Praktisch gerade wenn das Google Mail Anhang-Maximum von 20 MB akut überschritten wird.

Microsoft dagegen hat erstmals einen Einblick in seine künftige Suchmaschine gewährt. Die soll tatsächlich Bing heißen, ganz anders sein als die etablierte Konkurrenz – und vor allem helfen, schneller Entscheidungen zu treffen. Der Fenster-Konzern macht ernst: Am 3. Juni geht die neue Suchmaschine an den Start. Nebulöse Andeutungen über einen Web-Service, der Suchergebnisse „menschenlesbar“ machen soll, geistern seit Monaten durchs Internet. Über den angeblich von Microsoft gewählten Namen gab es heftige Spekulationen.

Das zentrale Element der Homepage ist ein Feld zur Eingabe von Suchanfragen. Links kann man in Unterkategorien vezweigen. Das Hintergrundbild ändert sich täglich. Im Idealfall erhält man als Suchergebnis eine „Instant Answer“.

Die Suche nach einem „xRank“ soll anzeigen, wie populär der jeweilige Suchbegriff. Dazu liefert Bing Vorschaubilder der Inhalte seiner Suchergebnisse. So könnte man schneller entscheiden, ob diese relevant sind oder nicht. Natürlich kann man auch ganz gezielt nach bestimmten Web-Inhalten, wie etwa Bildern, Klingeltönen oder Videos suchen.

Differences – An Airport Story

Unterschiede gibt es viele. Zwischen Ländern, zwischen Menschen, zwischen Kulturen. Aber auch innerhalb eines Landes zwischen Städten. So war ich vor kurzem in München und schon am Flughafen wurde ich mit folgendem Schild begeistert empfangen:

Also (Achtung Klischeelawine) mit Turban, nem Kippchen im Mundwinkel und einem Koffer voller Sprengstoff hätte ich mich auf jeden Fall gefreut dieses Schild zu sehen. Allen Klischees habe ich jedoch nicht entsprochen. Somit konnte ich meinen Weg vom Airport in die City ohne größere Verzögerungen fortsetzen. Gleich am ersten Tag meines Aufenthaltes habe ich eine Szenerie beobachtet, die so für München wohl typisch ist, nicht aber für Berlin. Ein Fahrradfahrer wurde rabiat von einem Polizeiauto gestoppt, nur weil dieser sein Hund hatte nebenher laufen lassen, ohne Kette. Das war alles. Und vermutlich hat er einen Strafzettel bekommen.

Ein guter Bekannter sagte mir auf diese Story hin einen Tag später, dass er einen Strafzettel in Höhe von 15 Euro erhalten hatte, nur weil er mit seinem Fahrrad auf der falschen Seite der Straße gefahren ist. Ich finde es gibt im Leben und in der Welt weit wichtigere Dinge, für die man Strafzettel verteilen sollte. Zum Beispiel dafür! Und für die folgende Wortakrobatistik – zu finden ebenfalls am Münchner Airport – sollte jeder Werber ebenfalls einen Strafzettel wegen akutem Sprachmissbrauchs ausstellen. Ich sag nur Air-Bräu!

Und wo wir schon gerade mal Verbalstraftaten sind, in Bayern scheint es echt ein Trend zu sein, dass Wortalliteristen ungestraft ihrem Wortfindungshandwerk ungestraft nachgehen können. Wie sonst ist der Name des folgenden Shops am Airport zu erklären???

Ich so, rumlaufend am Flughafen Berlin Schönefeld, sehe einige Leute schlafend auf Bänken, wartend auf ihre Flüge (oder auch nicht). Muss ich feststellen, dass es hier keine Unterschiede gibt. Auch in München hängen die Menschen da ab, wo sie sich gerade niederlassen. In folgendem Beispiel fügt sich die Species homo sapiens traumhaft schlafend in ein harmonisch-grünes Werbeumfeld ein:

On my way back: Kurz vorm dem Check-In und dem Rückflug in die Mudderstadt sehe ich ein Sixt-Riesen-City-Light. Nun denkt sich der geneigte Nichtwerbunginteressierte vielleicht, okay es ist Werbung für irgendeine Autovermietung. Mag sein:

Just landed: Unmittelbar nach dem Aussteigen Sonntag Nacht in Berlin, wartend auf das Reisegepäck, wird man erneut mit Sixt-Werbung konfrontiert. Zufall? Absicht? Zumindest wurde ich unfreiwillig von einem kalten Kontakt zu einem warmen Kontakt, oder anders gesagt, mein Erinnerungsvermögen wurde hinsichtlich der Marke Sixt nachhaltig geprägt. Gefragt hat mich niemand. Schöne neue Werbewelt!

Play # 2

Politisch korrekt?!

Was ist denn da los, werden sich die Bürgerinnen und Bürger fragen, wenn sie dieser Tage durch Berlin laufen. Man merkt Deutschland beginnt das Warm-up für´s Wahljahr. So finden sich derzeit ganz interessante Plakate in Wild Wild Wedding um Umgebung:

Aber was ist schon politisch korrekt in Zeiten, in denen aus Pornoschuppen Lounge Bars werden? … in Zeiten, in den uns gesagt wird dass Gehirn-Jogging-Spiele vollkommen nutzlos sind, aber im Netz mit Online Gaming auf Social Networks ein Haufen Asche gemacht wird, in dem u.a. über 30 Millionen User ein und dieselbe Applikation verwenden? … in Zeiten, in denen man philosophisch gesehen ein Volkswagen nicht von einem Porsche unterscheiden kann? Was ist also in solchen Zeiten noch in Ordnung? Elementare Frage meiner Branche: Darf man überhaupt noch Uhrenwerbung machen?

Nicht korrekt ist auch eine Suchmaschiene zu fälschen, jeder weiß doch wer in Mountain View wohnt. Aber man kann Google gar nicht böse sein, wenn man TeamViewer hat und sich gegenseitig ausspionieren kann. Da hilft oft nur noch eine kalte Dusche! Aber halt: Waterboarding ist in keinem Fall politisch korrekt!

Aber was ist schon politisch korrekt in Zeiten, in denen auf einem grünen Wahlplakat eine Überwachungskamera ist, die schwarze Union heiße Plakate schustert und Hillary und Barack auf dem Eis tanzen? In Zeiten, in denen eine zuckerfreie Coke als Top-Marke 2009 ausgezeichnet wird?