Dipping & Skurrilles

Unter Jugendlichen ist ein neuer Trend sehr beliebt: “Dipping”. Was sich zu deutsch mit einem harmlosen “Eintauchen” übersetzen lässt, ist für Inhaber von Swimming-Pools derzeit überhaupt nicht witzig. Die Jugendlichen verabreden sich vorzugsweise via Facebook und mit Hilfe von Google Earth zu illegalen Pool-Parties und stürmen teilweise zu Hunderten fremde Anwesen.

Angefangen hat der Trend in Großbritannien, wo Pool-Besitzer jetzt immer öfter die Polizei alarmieren, weil ihre Pools teilweise komplett mit leeren Bierdosen übersäht sind oder sonstiger Müll darin herumschwimmt. Geschnappt werden die Übeltäter selten, meist aber gar nicht. Mit Handy und anderen Kommuninkationsmitteln bewaffnet sind die Gruppen gut organisiert und können sich so immer rechtzeitig in Sicherheit bringen. Dank Google Earth sind sie über das umliegende Gebiet bestens informiert.

In Spanien stürmte eine 400 Personen starke Gruppe Jugendlicher die Geburtstagsfeier einer 16-Jährigen. Allerdings hatte die Schülerin in diesem Fall auf ihrer Facebook-Seite zu der Party eingeladen. Schlecht nur, dass die aufgetauchte Horde den halben Hausstand ihrer Eltern in einer regelrechten Zerstörungsorgie in den Pool schmissen. Kenntnis vom dem Pool hatte man – natürlich – dank Google Earth. Und wer nicht auf Pool-Partys steht, kann ja Skifahren …

Bei der folgenden Meldungen bleiben die Auswirkungen noch abzuwarten. Der Chef-Designer von Google geht zu Twitter, den derzeitigen In-Microblogging-Dienst. Das ausgerechnet in Zeiten, in denen China´s Militärhaushalt um 15 % gestiegen ist. Und wer wird wohl in Zukunft neue Doodles kreieren?!

Seit einiger Zeit ist nun auch Zoomer nicht mehr aktiv, eine Seite die einen primären User-Fokus hatte. Zoomer-Leser konnten die einzelnen Nachrichtenmeldungen bewerten und kommentieren und so die Relevanz der angezeigten Nachrichten mitbestimmen. Einen ähnlichen Ansatz versucht derzeit Newstin.

Gibt es -jenseits eingleisiger Viral-Kampagnen – in Deutschland eine Social-Media-Aktion, die mehr ist als gut gedacht, und halbherzig gemacht, die mehr erreicht als einen Achtungserfolg? Wohl kaum. Denn wenn Marken sich im Netz sozialer Gespräche tummeln, nehmen sie die Kommunikation immer noch auf die leichte Schulter und behandeln den Dialog so liebevoll wie eine Bannerschaltung. Andererseits gibt es auch Spots, die nur online und am besten viral möglichst viel User in Kunden verwandeln kann:

An der Liverpooler Hope Universität kann künftig ein Aufbaustudium über Leben und Werk der Beatles absolviert werden. Studenten werden wöchentlich zwölf Veranstaltungen belegen und eine Abschlussarbeit schreiben. Der Beatles-Studiengang startet mit dem nächsten Studienjahr, bietet 30 Studenten Platz und soll 3500 Pfund kosten. Hoffentlich hört man da dann nur Original-Aufnahmen. Das kopieren von Filmen ist ja schon illegal …

XIPAX – The ad community ist die erste interaktive Online-Plattform und Social Community, die sich an Kreativen dieser Welt richtet und jedem die Möglichkeit gibt, seine kreativen Ergüsse einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. Nach dem Vorsatz „shwocase your work online“ kann jeder seine Werke hochladen. Interessant ist momentan, welche User ihren Upload-Score in die Höhe treiben – es sind bekannte Kreativagenturen. Und wenn Kreative ihre Gefühle oder Stimmungslage mitteilen möchten, dann gehen sie auf wefeel.com. Kreative Outdoor-Werbung sieht so aus:

Wenn ich kreative Werbung sehen wiil, dann muss ich nur auf dem Dach bei Sonnenschein frühstücken und kann einen überdimensionalen Lindt-Schokoladenhase (mit Glöckchen) auf dem Dach vom Karstadt sehen. Leider winkt er nie zurück …